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Hoch

Equines Asthma (RAO / COPD)

Equines Asthma — auch wiederkehrende Atemwegsobstruktion oder Dämpfigkeit genannt — ist eine chronische Atemwegserkrankung, ausgelöst durch eingeatmete Allergene (Staub, Schimmel, Pollen). Betroffene Pferde haben Atemnot, chronischen Husten und nachlassende Leistung.

Symptome, auf die Sie achten sollten

Anhaltender trockener Husten, besonders zu Beginn der Arbeit oder beim Füttern

Erhöhte Atemarbeit in Ruhe

Sichtbare Dampfrinne entlang des Bauchs durch Einsatz der Hilfsmuskeln

Nasenausfluss — klar, weiß oder gelb

Verminderte Arbeitstoleranz

Geweitete Nüstern in Ruhe

Symptome verschlechtern sich in staubigen Ställen oder beim Füttern von trockenem Heu

Häufige Ursachen

  • Eingeatmete Schimmelsporen aus staubigem Heu oder Einstreu
  • Pollen (sommerweideassoziierte Form)
  • Schlechte Stalllüftung
  • Ammoniak aus uringetränkter Einstreu
  • Genetische Veranlagung

Vorbeugung

  • Heu 30 Minuten vor dem Füttern einweichen oder Heulage/Silage geben
  • Staubarme Einstreu nutzen (Karton, Hanf, Gummimatten mit Spänen)
  • Weidegang maximieren — frische Luft ist die beste Behandlung
  • Stalllüftung verbessern: Fenster öffnen, Lüfter einbauen
  • Reithallenboden bei Hallenarbeit wässern
  • Das Pferd während des Mistens und der Heuverteilung nach draußen bringen
  • Rundballen und Heulagerung über der Box vermeiden

Was Sie tun sollten

  1. 1

    Diagnose vom Tierarzt bestätigen lassen — Endoskopie und bronchoalveoläre Lavage.

  2. 2

    Striktes Umweltmanagement einführen (staubarmes Raufutter und Einstreu).

  3. 3

    Verschriebene Bronchodilatatoren (Clenbuterol) und inhalierte Kortikosteroide geben.

  4. 4

    Die Atemfrequenz täglich verfolgen — den Tierarzt benachrichtigen, wenn die Ruhefrequenz 16/min übersteigt.

  5. 5

    Einen Winterfütterungsplan einhalten, der staubiges Heu meidet.

  6. 6

    Alle 3–6 Monate neu beurteilen, um die Medikation anzupassen.

Wann Sie den Tierarzt rufen sollten

Greifen Sie zum Hörer, wenn…

Rufen Sie den Tierarzt umgehend, wenn das Pferd anhaltend hustet, angestrengt atmet oder die Arbeitstoleranz nachlässt. Schwere Anfälle (Dampfrinne, geweitete Nüstern, Atemnot) brauchen Notfallbehandlung.

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Nur zu Bildungszwecken. Kein Ersatz für tierärztlichen Rat.