Pferdegesundheit, erklärt
Die 10 häufigsten Gesundheitsprobleme, die jeder Pferdebesitzer kennen sollte — worauf Sie achten, wie Sie vorbeugen und wann Sie zum Hörer greifen.
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Kolik ist Bauchschmerz beim Pferd — ein Symptom, keine eigene Krankheit. Sie reicht von leichtem Gasunbehagen bis zum lebensbedrohlichen Darmverschluss. Frühes Erkennen und schnelle tierärztliche Hilfe retten Leben.
Hufrehe ist eine Entzündung der empfindlichen Huflederhaut (Lamellen) im Inneren des Hufs. Schwere Fälle führen zur chronischen Hufrehe, bei der das Hufbein rotiert oder absinkt. Sie ist akut schmerzhaft und kann die Karriere beenden oder tödlich enden, wenn nicht sofort gehandelt wird.
EMS ist eine hormonelle Störung mit gestörter Insulinregulation, regionalen Fettdepots und hohem Hufreherisiko. Am häufigsten betroffen sind leichtfuttrige Pferde und bestimmte Rassen (Ponys, Morgan, Araber).
Das equine gastrale Ulkussyndrom betrifft bis zu 90 % der Sportpferde und 60 % der Freizeitpferde. Der Pferdemagen produziert ständig Säure — leerer Magen und Stress erzeugen schnell schmerzhafte Geschwüre in der squamösen Schleimhaut.
Sommerekzem ist eine allergische Reaktion auf den Speichel von Gnitzen (Culicoides). Es verursacht intensiven Juckreiz an Mähne, Schweif und Bauchmittellinie und führt zu selbstverursachtem Haarausfall und Hautschaden. Es ist ein lebenslanges Leiden, das man managt, nicht heilt.
Mauke ist eine bakterielle Hautinfektion der unteren Gliedmaßen durch anhaltend nassen, schlammigen Untergrund. Die Haut weicht auf, reißt und lässt opportunistische Bakterien (Dermatophilus congolensis) ein, die schmerzhafte Krusten bilden.
Das Strahlbeinsyndrom ist eine chronische Lahmheit durch Degeneration des Strahlbeins, der umgebenden Bänder und der tiefen Beugesehne. Es betrifft typischerweise beide Vorderhufe und kommt am häufigsten bei Quarter Horses, Vollblütern und Warmblütern vor.
Ein Hufabszess ist eine Infektionstasche im Inneren des Hufs, typischerweise durch Bakterien, die durch einen kleinen Riss oder einen Stich eindringen. Das Pferd wird akut lahm — oft dramatisch —, die meisten Fälle heilen aber rasch, sobald der Abszess entleert ist.
Die Speiseröhrenverstopfung beim Pferd ist ein Verschluss der Speiseröhre, nicht der Atemwege — das Pferd kann weiter atmen. Häufige Ursachen sind hastig geschlucktes Trockenfutter, große Karotten- oder Apfelstücke oder schlechte Zahngesundheit. Die meisten Fälle lösen sich innerhalb einer Stunde, können aber zu einer Aspirationspneumonie führen.
Equines Asthma — auch wiederkehrende Atemwegsobstruktion oder Dämpfigkeit genannt — ist eine chronische Atemwegserkrankung, ausgelöst durch eingeatmete Allergene (Staub, Schimmel, Pollen). Betroffene Pferde haben Atemnot, chronischen Husten und nachlassende Leistung.